Das Qualifikationsverfahren Fachmann/Fachfrau I+D EFZ nach der Verordnung des SBFI vom 5. Juli 2021: Prüfungsteile und Dauer, Berechnung der Gesamtnote und Bestehensregeln.
Die Prüfungsteile
Die Qualifikationsbereiche werden gegen Ende der Lehre geprüft; Datum und Ort stehen im Aufgebot deines Kantons.
| Qualifikationsbereich | Form und Dauer | Gewichtung |
|---|
| Praktische Arbeit | Individuelle praktische Arbeit (IPA) von 70 bis 90 Stunden: Ausführung und Resultat (50 %), Dokumentation (15 %), Präsentation (15 %), Fachgespräch (20 %). | 50 % |
| Allgemeinbildung | Geregelt in der Verordnung des SBFI über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung. | 20 % |
| Erfahrungsnote | Unterricht in den Berufskenntnissen (6 Semesterzeugnisnoten) 70 %, überbetriebliche Kurse (3 Kompetenznachweise) 30 %. | 30 % |
So wird deine Gesamtnote berechnet
Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel der gewichteten Noten der Qualifikationsbereiche und der Erfahrungsnote.
Erfahrungsnote: Unterricht in den Berufskenntnissen (6 Semesterzeugnisnoten) 70 %, überbetriebliche Kurse (3 Kompetenznachweise) 30 %.
Beispiel: Praktische Arbeit 4.7, Allgemeinbildung 4.5, Erfahrungsnote 4.6 ergeben eine Gesamtnote von 4.6, EFZ bestanden.
Die Bestehensregeln
Das QV ist bestanden, wenn:
- die Note «Praktische Arbeit» mindestens 4 beträgt
- die Gesamtnote mindestens 4 beträgt
Alte Prüfungen und offizielle Serien
Es gibt keine schriftliche Abschlussprüfung: Die IPA ist ein realer Auftrag deines Betriebs. Die Berufskenntnisse zählen über die Erfahrungsnote.
Ohne Lehre: der Weg über Artikel 32
Erwachsene, die den Beruf ausserhalb einer Lehre gelernt haben, werden mit 5 Jahren Berufserfahrung zum QV zugelassen (Art. 32 BBV), davon mindestens 3 im Beruf Fachmann/Fachfrau I+D.
Die Verordnung lässt Erwachsene ohne Lehre zur Abschlussprüfung zu, legt aber keine Gewichtung ohne Erfahrungsnote fest: Das Berufsbildungsamt deines Kantons sagt dir, wie deine Gesamtnote berechnet wird.
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Offizielle Quellen
Abgerufen am 2026-10-11.
Prüfungsfragen mit Lösung
Archivwissenschaft — Was ist der Unterschied zwischen Registratur und Archiv?
- Es gibt keinen Unterschied
- ✓ Registratur verwaltet laufende Akten, Archiv bewahrt Unterlagen bleibenden Werts
- Registratur ist digital, Archiv ist physisch
- Archiv ist temporär, Registratur ist permanent
Die Registratur verwaltet laufende Akten für den täglichen Gebrauch. Das Archiv übernimmt und bewahrt Unterlagen von bleibendem Wert nach Abschluss.
Katalogisierung und Erschliessung — Was ist die Dewey-Dezimalklassifikation (DDC)?
- Ein Archivierungssystem
- ✓ Ein Klassifikationssystem mit zehn Hauptklassen (000–900) und Dezimalverfeinerung
- Ein Datenbanktyp
- Ein Recherchesystem
Die DDC ist ein universelles Klassifikationssystem, das Wissen in zehn Hauptklassen (000–900) einteilt und durch Dezimalstellen verfeinert wird.
Bestandsmanagement — Was ist ein Bestandsprofil?
- Ein Netzwerkprotokoll
- Ein Archivformat
- Ein Katalogisierungsformat
- ✓ Definition der Sammlungsschwerpunkte einer Bibliothek als Grundlage für die Erwerbung
Ein Bestandsprofil definiert die Sammlungsschwerpunkte einer Bibliothek (Themen, Sprachen, Medientypen) und dient als Grundlage für die Erwerbungspolitik.
Kulturvermittlung — Was ist Informationskompetenz?
- ✓ Die Fähigkeit, Informationsbedarf zu erkennen und Informationen effizient zu nutzen
- Die Buchbindung
- Die Gebäudeverwaltung
- Die IT-Administration
Informationskompetenz ist die Fähigkeit, Informationsbedarf zu erkennen, Informationen effizient zu suchen, zu bewerten und zu nutzen.
Dokumentarische Recherche — Was ist ein Schlagwort?
- Ein Datenbanktyp
- Ein Archivierungsverfahren
- Ein Katalogisierungsformat
- ✓ Ein normierter Begriff zur inhaltlichen Beschreibung und thematischen Suche
Ein Schlagwort ist ein normierter Begriff, der den Inhalt eines Dokuments beschreibt und seine thematische Suche ermöglicht.
Häufige Fragen
Wann findet das QV Fachmann/Fachfrau I+D statt?
Die Qualifikationsbereiche werden gegen Ende der Lehre geprüft. Datum und Ort stehen im Aufgebot deines Kantons.
Welche Noten brauche ich, um das QV Fachmann/Fachfrau I+D zu bestehen?
Bestanden hast du, wenn die Note «Praktische Arbeit» mindestens 4 beträgt und die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.
Wie viel zählen die Schulnoten?
Die Erfahrungsnote zählt 30 % der Gesamtnote. Erfahrungsnote: Unterricht in den Berufskenntnissen (6 Semesterzeugnisnoten) 70 %, überbetriebliche Kurse (3 Kompetenznachweise) 30 %.
Was passiert, wenn ich nicht bestehe?
Du kannst das Qualifikationsverfahren höchstens zweimal wiederholen (Art. 33 BBV). Bestandene Teile musst du nicht wiederholen, ausser die Bildungsverordnung deines Berufs ist strenger. Ein Qualifikationsbereich, der wiederholt werden muss, wird vollständig wiederholt.
Wo finde ich alte QV-Prüfungen Fachmann/Fachfrau I+D?
Es gibt keine schriftliche Abschlussprüfung: Die IPA ist ein realer Auftrag deines Betriebs. Die Berufskenntnisse zählen über die Erfahrungsnote.