Berufliche Vorsorge (BVG): Prüfungsfragen, Sozialversicherungs-Fachmann/-frau (Fachausweis)

Die zweite Säule: Eintrittsschwelle, koordinierter Lohn, Altersgutschriften, Umwandlungssatz, Risikoleistungen, Freizügigkeit und Wohneigentumsförderung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Berufliche Vorsorge (BVG) ist eines von 6 Fächern der Prepwise-Fragenbank für Sozialversicherungs-Fachmann/-frau (Fachausweis).
  • Die Fragen unten sind Übungsfragen nach der Prüfungsordnung und der Wegleitung, mit einer Erklärung zu jeder Antwort.
  • Das Gratis-Quiz des Tages mischt alle Fächer; die Probeprüfungen zeigen deinen Score pro Fach.

Prüfungsfragen mit Lösung

Berufliche Vorsorge (BVG) — Wie hoch sind die BVG-Altersgutschriften je nach Alter (Obligatorium)?
  • 10 %, 12 %, 15 %, 20 %
  • Ein einheitlicher Satz von 12 % für alle Altersgruppen
  • 5 %, 8 %, 12 %, 15 %
  • ✓ 7 %, 10 %, 15 %, 18 %

Gemäss Art. 16 BVG betragen sie in Prozent des koordinierten Lohns: 25–34 Jahre 7 %, 35–44 Jahre 10 %, 45–54 Jahre 15 %, 55–65 Jahre 18 %. Die steigenden Sätze sollen ein ausreichendes Alterskapital sichern.

Berufliche Vorsorge (BVG) — Wie hoch ist der BVG-Mindestumwandlungssatz für die Umwandlung des Kapitals in eine Rente mit 65?
  • 7,2 %
  • 8,0 %
  • 5,0 %
  • ✓ 6,8 %

Der Mindestumwandlungssatz im Obligatorium beträgt 6,8 % im Alter 65 (Art. 14 Abs. 2 BVG). Bei einem Altersguthaben von CHF 100'000 ergibt sich eine jährliche Rente von CHF 6'800.

Berufliche Vorsorge (BVG) — Welchen Anteil der BVG-Beiträge muss der Arbeitgeber mindestens übernehmen?
  • ✓ Mindestens 50 %
  • 30 %
  • 100 % (die gesamten Beiträge)
  • 60 %

Gemäss Art. 66 Abs. 1 BVG muss der Arbeitgeber mindestens 50 % der gesamten Beiträge tragen. Das Vorsorgereglement kann einen höheren Arbeitgeberanteil vorsehen.

Berufliche Vorsorge (BVG) — Was ist die Freizügigkeitsleistung?
  • Eine vom Arbeitgeber bezahlte Abgangsentschädigung
  • Der überobligatorische Teil des BVG
  • Das an die Hinterlassenen ausbezahlte Todesfallkapital
  • ✓ Das bei einem Stellenwechsel übertragene Vorsorgeguthaben

Die Freizügigkeitsleistung entspricht dem erworbenen Vorsorgeguthaben einer versicherten Person. Bei einem Stellenwechsel wird sie an die neue Vorsorgeeinrichtung überwiesen (Art. 3 FZG). Tritt die Person keiner neuen Vorsorgeeinrichtung bei, wird sie auf ein Freizügigkeitskonto oder eine Freizügigkeitspolice übertragen.

Berufliche Vorsorge (BVG) — In welchen Fällen ist eine Barauszahlung bzw. ein Vorbezug des BVG-Guthabens möglich?
  • Nur zur Rückzahlung von Schulden
  • Zur Finanzierung eines Studiums
  • ✓ Wohneigentum, endgültige Ausreise aus der Schweiz, selbständige Erwerbstätigkeit
  • Ein Vorbezug ist nie möglich

Ein Vorbezug ist für den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum zulässig (Art. 30c BVG). Eine Barauszahlung ist bei endgültiger Ausreise aus der Schweiz (unter Vorbehalt des FZA für EU/EFTA-Staaten) oder bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit möglich (Art. 5 Abs. 1 FZG).

Berufliche Vorsorge (BVG) — Was ist ein Einkauf in die 2. Säule?
  • Der ordentliche Arbeitgeberbeitrag
  • ✓ Eine freiwillige Zahlung zum Schliessen von Vorsorgelücken
  • Die Rückzahlung eines WEF-Vorbezugs
  • Die Übertragung eines Säule-3a-Kontos in die 2. Säule

Mit einem Einkauf (Art. 79b BVG) kann eine versicherte Person Vorsorgelücken durch freiwillige Zahlungen schliessen. Einkäufe sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Die daraus resultierenden Leistungen dürfen jedoch innert 3 Jahren nach dem Einkauf nicht in Kapitalform bezogen werden.

Häufige Fragen

Sind diese Fragen zu Berufliche Vorsorge (BVG) die Fragen der offiziellen Prüfung?

Nein. Es sind Prepwise-Übungsfragen nach der Prüfungsordnung und der Wegleitung. Offizielle Serien werden nicht übernommen; deine Schule oder die Prüfungsträgerschaft sagt dir, ob frühere Serien erhältlich sind.

Wie finde ich heraus, ob Berufliche Vorsorge (BVG) mein schwaches Fach ist?

Mach das Gratis-Quiz des Tages und dann eine Probeprüfung: Die Korrektur zeigt deinen Score pro Fach, und der KI-Coach schlägt einen Lernplan vor, der mit den schwächsten Fächern beginnt.